
Sinn ist wichtiger als Entlohung: Diese Erkenntnis und noch zahlreiche weitere konnten die Gäste der SÜDCAMPUS Business Lounge 2025 mit nach Hause nehmen. Highlight
der Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Agentur JET Services
Marketing war eine schwungvolle und aufschlussreiche Gesprächsrunde:
Darin sprachen Vertreterinnen unterschiedlicher Generationen zum Thema
"Warum der Nachwuchs doch Bock auf Arbeit hat".
Eingeladen zu dem
Event hatte, wie jedes Jahr und nun schon zum elften Mal, die
Standortinitiative SÜDCAMPUS Bad Homburg. Mit JET übernahm zudem wie
jedes Jahr dankenswerterweise eine der am Standort ansässigen
Organisationen bzw. Firmen die Gastgeberschaft. Gründer und
Geschäftsführer Erik Wesser stellte das beeindruckende
Leistungsportfolio seiner Marketing-Agentur vor. Über deren Spezialisierung
auf Absatzmärkte in den Segmenten Retail, Fachhandel und eTail
berichteten Paula Wesser und Teresa Wesser, die bereits seit einiger
Zeit im Unternehmen ihres Vaters mitarbeiten. Bevor das Schwerpunkthema
des Abends zur Sprache kam, ging es um aktuelle Entwicklungen am
Standort.
Anja Zimmermann, Sprecherin der
Standortinitiative und Geschäftsführerin von MERSEN Deutschland,
verdeutlichte die Vorteile von Präsenzveranstaltungen wie der Business
Lounge zur Stärkung der Zufriedenheit und Verbundenheit mit dem
Standort.
Alexander Hetjes, Oberbürgermeister der Stadt Bad
Homburg, hatte viele aktuelle Infos über die städtische und die
Standortentwicklung im Gepäck, vor allem über die Verkehrsinfrastruktur:
Er erwähnte die neue Rechtsabbiegerspur, die derzeit an der Ecke
Kalbacher Straße - Südring gebaut wird. Er kündigte für den 9. Dezember
den Spatenstich für die Verlängerung der U-Bahnlinie U2 von Gonzenheim
bis zum Bahnhof Bad Homburg an. Er erläuterte den Stand der Planungen
und Bauarbeiten für die Regionaltangente West, die einst eine direkte
Bahnanbindung von Bad Homburg zum Flughafen bieten wird.
Andreas
Krone von der Eigentümergesellschaft HP Campus GmbH&Co.KG gab
Einblicke in den aktuellen Stand der Planungen für die weitere
Entwicklung des ehemaligen Hewlett Packard-Areals. Angedacht ist dort
die Umsetzung eines modernen Gewerbe-Servicepark Konzeptes, um Flächen
und Gebäude für verschiedene gewerbliche Nutzungen zu schaffen. Man ist
in konkreten Gesprächen mit Stadtplanung und Bauaufsicht und
zuversichtlich, dass die ersten Arbeiten im dritten Quartal 2026
beginnen können.
Manuela Wehrle, Koordinatorin der
Standortinitiative, informierte über Ziele, Aktivitäten und
Arbeitsweise der Initiative, inklusive einem kurzen Rückblick auf das
ablaufende Jahr. Anschließend moderierte sie mit Vergnügen die
intergenerationelle Gesprächsrunde mit Paula Wesser, Teresa Wesser und
Prof. Dr. Andrea Hüttmann.
Letztere ist Vizepräsidentin der
accadis Hochschule Bad Homburg und arbeitet sehr gern mit jungen
Menschen zusammen. Sie gab zunächst kurze, knackige Einblicke in ihr
Buch "Workation, Work-Life-Balance, Workaholic - Wie die Gen Z und Unternehmen ein
Match werden“. Eine der darin erläuterten Thesen lautet, dass die Art
und Weise, wie junge Menschen arbeiten möchten, sich stark davon
unterscheide, wie die ältere Generation arbeiten möchte. Teresa Wesser
bestätigte: Entlohnung sei wichtig, noch wichtiger sei es jedoch, dass
man einen Sinn in der eigenen Arbeit sehe. Sie und ihre Schwester
berichteten über weitere Unterschiede zwischen ihrer Generation und der
ihres Vaters im Hinblick auf Arbeit und Kommunikation. Zugleich zeigten
sie ihm gegenüber größten Respekt für seine Leistung, die Firma JET
aufgebaut zu haben.
Der Einstieg in das Unternehmen war für die
beiden Schwestern nicht selbstverständlich. Paula Wesser wollte
beispielsweise ursprünglich Sportmoderatorin werden und bekam durch's
Jobben bei JET während des Studiums Einblicke ins Unternehmen; ebenso
ihre Schwester. Nach dem Studium stiegen beide fest bei JET ein. Ihre
Ratschläge an andere junge Menschen: zeigt Respekt und Interesse
gegenüber der älteren Generation, gebt Feedback und übernehmt
Verantwortung!
Abgerundet wurde der Abend durch gute Gespräche am
Buffet, das JET bereitgestellt hatte. Hier wurde nicht nur weiter
darüber gesprochen, wie leicht oder schwierig es ist, mit der "Gen Z"
zusammenzuarbeiten. Es wurden auch neue Kontakte zwischen vor Ort
ansässigen Unternehmen geknüpft und Bereitschaft zur Gastgeberschaft für
zukünftige Veranstaltungen der Standortinitiative geäußert.
Download der Unternehmenspräsentation von JET Services Marketing: hier
Foto: Steffen Henrich