
Kunst betrachten und selbst gestalten, mit Kunst-Studierenden ins Gespräch kommen, sich über Kurse informieren: all das wurde beim jährlichen Open House in der Academy of Fine Art Germany geboten. Um dieses Angebot erleben zu können, kamen kürzlich zahlreiche Gäste in die am SÜDCAMPUS Bad Homburg ansässige Kunstschule. Einige reisten sogar extra aus Berlin und Heidelberg an, wie Dana Güttler, Direktorin und zugleich „Seele“ der Academy, verriet.
Empfangen wurden die Gäste auf dem Hof. Hier konnte man sich mit Gegrilltem und Getränken stärken. Beim Rundgang durch die Räume der Kunstschule gab es eine beeindruckende Mischung aus Kunstwerken zu entdecken, die von Schülerinnen und Schüler der Kunstschule geschaffen und an diesem Tag ausgestellt wurden. Es wurde direkt sichtbar: Der Schwerpunkt der Academy liegt auf realistischer Kunst. Genau das ist auch das Anliegen von Dana Güttler: realistische Kunst als Ausbildung in Deutschland wieder zugänglich zu machen. Deshalb gründete sie 2014 die Academy of Fine Art Germany. Die Zahl der Studierenden und Kurteilnehmenden hat sich seitdem kontinuierlich nach oben entwickelt.
Beim Open House konnten die Gäste anhand der ausgestellten Bilder, Skizzen und Skulpturen sowie deren Entwürfen beispielsweise nachvollziehen, wie man lernen kann, Menschen zu zeichnen. Bei Outdoor Live-Demos konnte man zuschauen, wie Porträt-Ölmalerei und Porträt-Bildhauerei entstehen. Wer Lust hatte, konnte selbst aktiv werden und an drei Workshops teilnehmen: Skulpturen, Zeichnen vom Modell und Zeichnen einer Komposition.
Manuela Wehrle, Koordinatorin der Standortinitiative SÜDCAMPUS Bad Homburg, nutzte die Gelegenheit und beteiligte sich am Skulpturen-Workshop. Die Aufgabe: eine Paprika aus Ton gestalten. Was im ersten Moment einfach klang, entpuppte sich als Herausforderung. Die Lösung: genau hinschauen und Schritt für Schritt einzelne Partien der Paprika modellieren.
Das abschließende Highlight des Tages bildete der Live-Auftritt eines Tänzers, der elegante Tanzbewegungen vorführte und zwischendurch immer wieder innehielt. So konnten interessierte Gäste sich daran versuchen, ihn in seinen verschiedenen Bewegungen zu zeichnen. Dabei konnte man üben, sich auf Wesentliches beim Sehen und Zeichnen zu konzentrieren. Einige Gäste schauten auch einfach so der Tanz-Performance zu, die für sich gesehen schon ein Erlebnis war.
Dana Güttler und ihre Mitarbeitenden informierten auch über die Ausbildungsprogramme der Academy und erzählten aus dem Kurs-Alltag. So konnte man beispielsweise erfahren, dass schon einige ehemalige Banker und Manager ihre Jobs aufgaben, um eine Ausbildung an der Academy of Fine Art zu absolvieren und anschließend „nur noch“ im Kunstsektor tätig zu sein. Etwa die Hälfte der Studierenden und Kursteilnehmenden sind international. Das war auch beim Open House zu spüren; es wurde viel Englisch gesprochen. Was Dana Güttler ebenso gefällt, ist der gute Zusammenhalt, der sich zwischen den Studierenden entwickelt. Als sie einmal einige von ihnen im Supermarkt traf und fragte, was sie vorhaben, antworteten sie, dass zusammen kochen und gemeinsam etwas unternehmen wollten.
Wer nun neugierig geworden ist und selbst einen Blick in die Academy of Fine Art werfen möchte, hat dazu wieder in der Vorweihnachtszeit Gelegenheit. Die Academy veranstaltet jedes Jahr einen Kunst-Weihnachtsmarkt. Der Termin wird hier auf der Webseite bekanntgegeben.
Ein Besonderes Extra erwartet die am SÜDCAMPUS ansässigen Unternehmen und Institutionen zudem im November: Die Academy of Fine Art wird Gastgeberin der diesjährigen SÜDCAMPUS Business Lounge, der Jahresveranstaltung der Standortinitiative, sein.
Foto: Manuela Wehrle